3 Fragen an Barbara Proske zum Thema Sportsponsoring

Barbara Proske arbeitet im Bereich Sportsponsoring und Athletenmanagement in einem Unternehmen, dass einen erheblichen Part des eigenen Imanges über die Förderung von Extremsportarten erreicht hat.

Wo sehen Sie die gravierendsten Unterschiede zwischen Sport- und Kultursponsoring?
Durch Sportsponsoring lässt sich vorallem der Bekanntheitsgrad einer Firma bzw. eines Produktes steigern, Kultursponsoring hingegen wirkt imagefördernd, es ist auch nicht so sehr an die Masse gerichtet sondern richtet sich an exklusive Zielgruppen.
Natürlich muss das Sponsoring „Objekt“ zur Marke passen, denn Glaubwürdigkeit ist eine wesentliche Voraussetzung für die Wirkung.

Sport- als auch Kultursponsoring sprechen die Zielgruppe ja im Bereich ihrer Freizeit an, was in gewisser Weise eine persönliche Bindung schafft. Beim Sponsoring gilt es Ausdauer zu beweisen und sein Engagement über einen längeren Zeitraum aufrecht zu erhalten. Ein Sponsoring Engagement wird im Hinblick auf die Markenpositionierung vorgenommen. Ein zentraler Punkt ist es die Markenattribute glaubwürdig zu transportieren.

Es gilt daher zu durchleuchten, ob Sportarten in denen man ein Engagement plant zur Philosophie des Sponsors passen und welche anderen Sponsoren in diesen Bereichen aktiv sind. Sobald eine Entscheidung über die Sportart gefallen ist schaut man sich die Szene an – man sucht sich Persönlichkeiten mit selbstbewusstem und sympathischem Auftreten, die in der Szene vielleicht schon aufgefallen sind und von denen man glaubt, dass sie die Philosophie der Marke am besten transportieren können.

Gibt es konkrete Zielvorgaben?

Sponsoring wird von Firmen nicht selbstlos und ohne Erwartung von Gegenleistung betrieben. Eine Zusammenarbeit zwischen Firma und Gesponserten ist vielmehr Leistung und Gegenleistung.
Daher werden natürlich Ziele gesetzt – sei es mit der Erreichung bestimmter Platzierungen oder der Realisierung bestimmter Projekte.

Welche PR Maßnahmen werden ergriffen?

Mit einem erfolgreichen Sportler alleine ist es nicht getan, denn Erfolge müssen kommuniziert und vermarktet werden – frei nach dem alten PR Grundsatz „Tu Gutes und sprich darüber!“
Sportler bekommen üblicherweise ein Branding und/oder Produkt-Unterstützung – somit fungiert der Athlet bereits als Werbeträger für die Marke. Über die Athleten Website lässt sich kommunikationstechnisch bereits einiges abdecken.

Eine Homepage ist sowohl Informations- als auch Kommunikationsinstrument zwischen Athlet und Fan bzw. Besucher. Es wird laufend über die Aktivitäten und Engagements berichtet, man kann den Sportler „tracken“ und sieht, wo er oder sie sich gerade befindet. es gibt persönliche Informationen rund um den Athleten, idealerweise exklusive Dinge, die man auf der Website erfährt oder man kreiert eine Art „Members-Club“ in dem Fans, bei Registrierung exklusive Inhalte zur Verfügung stehen (exklusive od. behind the scene Fotos, Fragen an den Athleten, Forum, persönliche Informationen…).

Dazu kommen noch Tools wie Standard-Fotoshootings od. spezielle Shootings z.B. beim Training, Vorbereitung auf eine Expedition, Verbindung Schule und Sport…, Biografien und Profile, Projekte mit Film/DVD Produktionen – der Einsatz der verschiedenen Instrumente ist immer abgestimmt auf Sportler und Sportart um einen bestmöglichen Output sicherzustellen.

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